Partizipative künstlerische Forschungen einfachAUFSTEHEN, TRY AS WE MAY TO MAKE A SILENCE WE CANNOT (John Cage), Reparatur

einfachAUFSTEHEN

Recherche zu Inhalten und Formaten einer interaktiven Tanz-/Performance zwischen Performer_innen und Theaterbesucher_innen, zwischen Sitzenbleiben und Mitmachen

Initialförderung Fonds Darstellende Künste         September 2017-Januar 2018

Zusammen mit: Marina Miller Dessau, Gaëtane Douin, Katharina Haverich, Lena Lux, Martin Nachbar, Eva Plischke

Wir erforschen auf körperlicher, mentaler und emotionaler Ebene und als politisch-gesellschaftliche Dimension. Wann stehe ich für was auf? Warum bleiben wir (gemeinschaftlich) sitzen? Ist Aufstehen als Revolte ein Phänomen der Jugend? Wo genau im Körper steckt diese Revolte? Wo die Wut, die Angst, Macht und Ohnmacht? Mittels performativ-partizipativer Strategien, die vor allem Tanz, Bewegung und Performance fokussieren, untersuchen und erfindet sie künstlerische Formate für junges Publikum als interaktive Performance zwischen Performer_innen und Theaterbesucher_innen, zwischen Sitzenbleiben und (Mit-)machen, Zuschauen und Gaffen.

In Kooperation mit: Centre Francais de Berlin

Labor  ‚Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom‘ AGORA Theater in St. Vith (Belgien) Foto: Simone Vomberg

 

TRY AS WE MAY TO MAKE A SILENCE WE CANNOT (John Cage)

Recherche zu Stille als Thema,
als künstlerisch-performatives Mittel wie zu möglichen performativen Formaten

© Filippo Mineli

Stille ist ein faszinierendes und zugleich schwer fassbares Phänomen. Was ist Stille? Ist Stille die Abwesenheit oder die Anwesenheit von etwas? Es ist schwer greifbar, auch weil Stille ein sehr persönliches Erlebnis ist, das individuellen Bedürfnissen entspricht und mit eigenen Wahrnehmungsdispositionen korrespondiert. Was versteht wohl ein Mensch unter Sille, der gehörlos ist? Wie erleben Menschen, die in Abgeschiedenheit leben und Stille praktizieren, den Lärm einer Stadt?

Initialförderung Fonds Darstellende Künste         April 2018-Mai 2018

Zusammen mit: Franziska Henschel, Bogna Jaroslawski

 

REPARATUR

Partizipative Forschung zum Thema mit Kindern im Alter von 8 bis 12 Jahre

Erfahrungsbericht hier

REPARATUR ist ein partizpatives Bauprojekt, das als Recherche zu einer kollektiven Stückentwicklung mit dem Titel ZUSAMMEN BAUEN Ein Stück Tanzperformance über das altersoffene Kooperieren in Zeiten von Krisen und Transformation konzipiert ist.

Initialförderung Fonds Darstellende Künste                   April 2018

Zusammen mit:  Sabine Hilscher, David Reuter, Martin Nachbar

KÜNSTLERISCHE LABORE FÜR PROJEKTE IN DER KULTURELLEN BILDUNG

ANSTECKEN! DAS KÜNSTLERISCHE IN DER KULTURELLEN BILDUNG. Labortagung

30. August – 01. September 2015 in der Bundesakademie Wolfenbüttel

WOHER KOMMT DAS NEUE? // WISSENSARCHIV ZUM BEGRIFF PARTIZIPATION – EIN KÜNSTLERISCHES WISSEN SCHAFFENDES LABOR // AUF DIE PROBE FERTIG LOS! WAS (ER-)PROBEN WIR WENN WIR WIR PROBEN? //WHY ARE PEOPLE SO AFRAID OF NEW IDEAS? THE OLD ONES SCARE ME!

 

Labor Eva Plischke

Idee & Konzept Gabi dan Droste, Ursula Jennie, Birte Werner

Labor Fred Pomerehn

Mit Jan Deck, Prof. Dr. Romi Domkovsky, Prof. Dr. Gert Fieguth, Prof. Dr. Dorothea Hilliger, Melanie Hinz, Eva Plischke, Fred Pommerehn, Martin Nachbar, Prof. Dr. Mira Sack, Veit Sprenger, Lisa Unterberg

Labor Martin Nachbar

„Den Tagungsleiterinnen in Wolfenbüttel ist es gelungen, mit einem bis ins Detail durchdachten Tagungskonzept die strukturellen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass alle an der Tagung Beteiligten intensive drei Tage lang über die notwendigen Rahmenbedingungen für Projekte in der Kulturellen Bildung forschten. Die konsequent auf Partizipation ausgelegte Veranstaltung kann also als gelungener Auftakt für einen Herbst gelten, in dem sich Tagungen des Feldes Kultureller Bildung vorrangig mit einem Begriff beschäftigen: Partizipation.“ (Eckhard Mittelstädt, Kulturpolitische Mitteilungen, Nr. 150, III/2015, 68f.)

Open Space

Dokumentation Kostenloser Download

„Den Tagungsmacherinnen ist es nicht nur gelungen, eine intensive und in sich geschlossene Tagung zu initiieren, sondern mit den Texten zur Tagung auch eine Dokumentation vorzulegen, die nicht nur Ergebnisse nachzeichnet, sondern mit den individuellen Beiträgen zum Weiterdenken einlädt. Eingeladen sind dabei durchaus nicht nur die Teilnehmenden sondern alle, sie sich vom Diskurs anstecken lassen wollen.“ (Ilona Sauer: Anstecken! Eine Labortagung mit künstlerischem Profil und ein Band, der die Tagung dokumentiert, In: Spiel&Theater, 01/2016, S. 41)

 

Förderer Die Beauftragte für Kultur und Medien der Bundesregierung

Dank an Alexander Opitz für seine Initiative.

Fotos © Gabi dan Droste, Yvonne Salzmann

KÜNSTLERISCHE LABORE FÜR PROJEKTE IN DER KULTURELLEN BILDUNG

ERFAHRUNGEN TAUSCHEN. Labortagung

17. -18. Juli 2013 im Theaterhaus Stuttgart

WIE GEHT KUNST?    //    KUNSTRAUM UND PRIVATRAUM    //    REALITY CHECK   //   ÜBER DIE (UN-MÖGLICHKEIT, GEMEINSAM EINE IDEE ZU ENTWICKELN

Kinder als Experten zur Frage: ‚Wie geht Kunst?‘ Labor Sibylle Peters

Mit Katharina Duwe, Jörg Lukas Matthaei, Martin Nachbar, Sibylle Peters, David Reuter

Idee & Konzept Gabi dan Droste, Ursula Jenni

Agierende in Projekten der Kulturellen Bildung messen den Erfahrungen, die sie durch die Begegnung mit Kunst und künstlerischen Mitteln erfahren, selbst große Bedeutung bei. Viele Kunstschaffende verfügen über einen breiten künstlerischen Erfahrungsschatz und über Kriterien, nach denen sie ihre Projekte bewerten. Die Erfahrungen, die leitende Künstler_innen, teilnehmende Spieler_innen und im Umfeld Mitwirkende durch ihre Projekte machen, stehen hier im Mittelpunkt.

Labor Martin Nachbar

Labor David Reuter

Labor Lukas Mathaei

Üblicherweise wird Erfahrungswissen aus Projekten in Präsentationen und Gesprächen und/oder auf Podien vorgestellt. In der Kunst ist jedoch (auch) das Unaussprechliche zu Hause – Assoziationen, Metaphern, dichte Momente, ein Anklingen von …, ein Bewegt-Werden durch … Im Hinblick auf unsere Arbeits-Tagung entschieden wir uns, die Akteur_innen einzuladen, ihre Erfahrungen mit theatralen und performativen Mitteln im Rahmen von Laboren auszutauschen.

Austausch: Lukas Matthaei und Teilnehmer_innen treffen auf Kinderexperten

Förderer Der Beauftragte für Kultur und Medien der Bundesregierung sowie Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.

 

„Das Wissen der Praktiker_innen wertzuschätzen ist, angesichts seiner jahrhundertlangen Abwertung in unserer Expertenkultur, in der allein die wissenschaftliche ‚Objektivität‘ Werturteile auf Grundlage von abstrakten Kategorien zu treffen vermag, ein enormes Unterfangen!“ (Kajta Rothe in nachfolgendem Band: 73)

Dokumentation und Studie (2014): Droste, Gabi dan/Jenni, Ursula (Hrsg.): Agieren mit Kunst. Stuttgart: Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg. (mit DVD: Mime Centrum Berlin). Kostenloser Download der Publikation

Filmische Dokumentation Mime Centrum Berlin

Fotos © Jörg Becker

Text DAS THEATER IN BEWEGUNGEN. Politik und Theater für junges Publikum

Gob Squad, Volksbühne Ost Berlin – After Show

Der folgende Text entstand nach meinem Aufenthalt beim Festival Schöne Aussicht im Sommer 2016.

Keine Lösung in Sicht?

Was sich geändert hat? Wie Welt!“ meint Ulrich Khuon. Der Berliner Intendant spricht von dem Anschlag auf Charlie Hebdo und von den katastrophalen Zuständen bei LAGeSo in Berlin im Winter letzten Jahres. Er erzählt wie er als Theaterleiter des Deutschen Theaters vor dem Hintergrund der sich überstürzenden Ereignisse im letzten Jahr nicht einfach nur mit literarischen Konzepten hat weitermachen können. Zusammen mit vielen anderen Theatermacher_innen aus Baden-Württemberg, die zum Festival Schöne Aussicht nach Stuttgart gekommen sind, lausche ich einem Gespräch mit ihm und der Präsidentin der Internationalen ASSITEJ Yvette Hardie. Das Politische im Theater für junges Publikum steht im Zentrum der zweiwöchigen Veranstaltung. Denn: Die europäische Welt ist wahrnehmbar im Umbruch. Soziale, gesellschaftliche, kulturelle und politische Fragen stehen im Raum, die diskutiert werden müssen. Fieberhaft wird allerorts nach Wegen aus der Krise, den immer neuen Krisen und zukunftsweisenden Lösungen gesucht. Die Stimmung schwankt zwischen der Erwartung der sicher eintretenden Katastrophe und dem Kollaps auf der einen und der Hoffnung auf neue Lösungswege auf der anderen Seite – klar zu sein scheint, dass wir kein nachhaltiges System geschaffen haben und dass dringend etwas geschehen muss. Nur: Was? Und: Was macht da die Kunst?

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Text TAKE A CHILD TO THEATRE TODAY. Residenz in Südafrika

Der folgende Text entstand nach meinem einmonatigen Aufenthalt in Südafrika.

Kapstadt ist eine malerische Stadt, die zwischen Meer und einer Kette von Bergen liegt, einer davon ist der sagenumwobene Table Mountain. Das Büro der südafrikanischen Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche (ASSITEJ) befindet sich in einem Township, in Vryground. Blickt man vom ASSITEJ-Büro auf das Gebiet, schaut man auf eine bis zum Horizont reichende Ansammlung von Wellblechdächern der eingeschossigen Behausungen, allesamt grau. Dazwischen ragen unzählige Strommaste, deren Verkabelung ein Spinnennetz über die Dächer spannt. „Warum habt ihr euer Büro hier?“ frage ich die ASSITEJ-Mitarbeiter_innen – „Weil der Großteil der Kinder, für die wir arbeiten, so lebt. Diese Verbindung ist uns wichtig.“, meint Yvette Hardie, Leiterin der ASSITEJ SA. Das Theater in Südafrika ist politisch. Theater für junges Publikum, zu machen, ist ein politischer Akt, seine Themen und Ästhetiken sind politisch.

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